Gebietsentwicklung

Verkehrsplanung Brookdeich

Der südlich und parallel zur B5 verlaufenden Straße Brookdeich kommt im Fördergebiet Bergedorf-Süd eine besondere Bedeutung zu.

Der Brookdeich erschließ nicht nur die nördlich angrenzenden Wohngebiete, sondern auch die südlich angesiedelten Gewerbebetriebe und zukünftig das geplante Wohnungsneubaugebiet zwischen Brookdeich und der alten Bahntrasse. Auch für den Radverkehr ist die Straße von großer Bedeutung. Als Teil des Hamburger Veloroutennetzes ist der Brookdeich für den Radverkehr eine zentrale Verbindungsachse in Bergedorf-Süd. Wie auch für den Radverkehr ist diese Straße eine zentrale durchgehende Fußwegeverbindung von Ost nach West parallel zu der stark befahrenen B5, der Holtenklinker Straße. Für die Anwohner/innen bietet sie darüberhinaus Parkplätze. Parallel zum Brookdeich verläuft die Brookwetterung, die ehemals die Grenze zwischen Bergedorf und Curslack bildete.

All diesen vielfältigen verkehrlichen Anforderungen wird die Straße Brookdeich nicht gerecht. Die Brookwetterung ist nur an wenigen Stellen wahrnehmbar und erlebbar. Für Fußgänger/innen gibt es nur auf einer Straßenseite einen Fußweg, der zudem sehr schmal und in Teilen nicht befestigt ist. Für Radfahrer kommt es immer wieder zu Engpässen, da der Straßenraum in einigen Abschnitten sehr schmal ist und zudem noch durch parkende Autos zusätzlich eingeengt wird. Auch der Kraftfahrzeugverkehr wird durch parkende Autos behindert. Kurzum, die zentrale Bedeutung dieser Straße für die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer kann der Brookdeich heute nicht erfüllen.

Das Bezirksamt Bergedorf beauftragte das Verkehrsplanungsbüro ARGUS mit der Verkehrsuntersuchung des Brookdeichs und einer Vorplanung, die darauf abzielt, den Straßenraum entsprechend der verschiedenen Anforderungen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer, des Kfz-, Rad- und Fußverkehrs, umzugestalten. Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung und erste Vorschläge zur Umgestaltung wurden am 15.10.2013 im Beirat Bergedorf-Süd öffentlich vorgestellt. Am 8.4.2014 wurde der Beirat über eine im Rahmen der Verkehrsuntersuchung beauftragte Erhebung der Verkehrsströme für die Variante "große Einbahnstraße", die Verkehrsstromstärken und die Bewertung der Ergebnisse informiert.